Die unendliche Suche nach dem perfekten Codec


20090801-181802 Ja, es ist schon ein Kreuz mit der Wiedergabe von HD-Material auf dem neuen Fernseher. Voller Freude habe ich natürlich vor einigen Wochen meinen neuen Dell Laptop Studio 15 an meinen ebenfalls neuen 42" Samsung-Flachbild-Fernseher angeschlossen, um Filme und Serien gemütlich auf der Couch liegend zu gucken. Allerdings enttäuschte mich die Wiedergabe von HD-Testmaterial. Das Bild ruckelte!

An der Grafikkarte wird es wohl nicht liegen, dachte ich mir. Eingebaut in meinem Laptop ist eine 512 MB ATI Mobility Radeon HD 4570. Nicht gerade ein überragendes Stück Hardware, aber durchaus ausreichend um HD-Filme anzugucken. Dachte ich, aber das Bild ruckelte einmal pro Minute für ein paar Sekunden. Und damit begann meine Odyssee auf der Suche nach den richtigen Treibern und dem richtigen Player.

Freie h264-Codecs für HD-Filme gibt es nicht wie Sand am Meer, im Endeffekt landet man doch immer bei dem Open Source-Codec von ffdshow. Der ist ganz nett, soll auch der Erfahrung nach ausreichend schnell sein. Als Player nahm ich nach einigem Testen Abstand von meinem heißgeliebten VLC-Player und wandte mich dem Media Player Classic zu, der zumindest von der Geek- und Nerd-Gemeinde hoch geschätzt wird. Mit der Kombo MPC + ffdshow + Haali Matroska-Splitter dachte ich mir endlich gerüstet zu sein, um einen Film ohne nervige Ruckler zu gucken. Aber denkste: Die kurzen Unterbrechungen blieben.

Dann der Schock: Auch bei qualitativ schlechterem Material mit DIVX oder Xvid-Codecs blieb das Ruckeln. Es schien also nicht unbedingt an der Performance meines Laptops zu liegen, sondern doch an dem Zusammenspiel Laptop – Fernseher. In der wahnsinnigen Recherche nach der Lösung stieß ich dann auf die Lösung des Problems. Dies kam in der Form eines kleinen, aber feinen Tools daher – reclock. Dieses wandelt das NTSC-Format, das mit 24 FPS wiedergegeben wird in 25 FPS für PAL um. Es schaltet sich praktisch zwischen Datei und Player und verhindert unschöne Ruckler.

Habt Ihr also Probleme mit der Wiedergabe am Fernseher, dann probiert einmal dieses Tool aus.

Allerdings konnte mir reclock nicht bei 1080p-Videos weiterhelfen. Dafür war dann meine Performance, respektive der ffdshow-Codec doch zu schlecht und die Ruckler zu stark. Empfohlen wird allerdings der kostenpflichtige coreavc-Codec. 14,99 US-Dollar kostet dieser. Aber ich werde mir diesen wahrscheinlich zulegen, denn die Testausgabe hat mich wirklich überzeugt: MPC + core-codec + reclock gibt mir ein wunderbares Heimkino-Feeling.

PS: Verwendet von den Codecs, Tools etc. immer die x86-Versionen, auch wenn es von dem MPC eine x64-Version gibt. Diese nutzen in keinster Weise die Vorteile von 64bit aus und sind sehr viel langsamer als die eigentlich veralteten 32bit-Sachen. Schade eigentlich.

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